Ein Loblied auf das Fahrrad

Wie den aufmerksamen Lesern meines Blogs nicht entgangen sein dürfte, bin ich ein großer Enthusiast von Autos und Motorsport. Dennoch bin ich mir der Verantwortung, die ein jeder für unsere Umwelt hat, durchaus bewusst. Gestern war wieder so ein Tag, an dem ich mich mal wieder besonders verantwortlich gefühlt habe – und so bin ich die sechs Kilometer zur Arbeit mit dem Rad gefahren.

Keine Wolke am Himmel, keine Lust auf Verkehrsstaus, kein schlechtes Gewissen – Beim Strampeln ist mir erst klar geworden wie unterbewertet das Radfahren doch ist. Man tut etwas für seine Gesundheit, sieht mehr von der Welt und ist ein flexibler Hybrid aus Verkehrsteilnehmer und Fußgänger. Als ich bei meiner Lieblingsbäckerei hielt, um noch schnell ein Brötchen zu holen, grinste mich der Bäcker wohlwollend an – das Rad wirkt sympathisch. Und während ich den Rest des Weges gemütlich durch die Stadt strampelte, verging die Zeit wie im Fluge.

Als ich im Büro ankam, fühlte ich mich wach und fokussiert. Ob das meine neue, morgendliche Routine werden würde? Wohl kaum, dafür liebe ich meinen motorisierten Untersatz wohl zu sehr. Abgesehen davon müsste das Wetter auch mitspielen – und das täglich. Dennoch habe ich mir da schon fest vorgenommen öfter auf den Drahtesel zu steigen, egal wohin es geht. Auch die unliebsame Suche nach einem Parkplatz erübrigte sich an diesem Morgen.

Am Ende des Tages, es war bereits dunkel. Ich hatte mal wieder Überstunden gemacht und es war schon recht spät, als ich den Schlüssel ins Fahrradschloss steckte, um auf mein Zweirad zu steigen. Der Wind pfiff mir um die Ohren und in diesem Moment – ich war zugegebenermaßen noch etwas gestresst – hätte ich mich für die törichte Entscheidung das Fahrrad zu nehmen selbst ohrfeigen können. Doch dann setzte der nächste wunderbare Nebeneffekt dieser famosen Erfindung ein: das wiederkehrende Treten in die Pedale hat eine überraschend meditative Wirkung.

Dachte ich auf den ersten Metern noch an den Ärger auf der Arbeit, den kalten Wind und den weiten Weg, hatte ich zunehmend bessere Laune je näher ich meinem Ziel kam. Nach 10 Minuten war ich warm gefahren und konnte das Radeln wieder in vollen Zügen genießen. Erneut war ich in dem Gedanken bestärkt öfter auf das Zweirad zurückgreifen zu wollen.

Abschließend möchte ich meine Leser dazu ermutigen ebenfalls öfters auf das Fahrrad zurückzugreifen. Anfangen kann man ja mit einer schönen Sonntagstour bei gutem Wetter übers Land. Der Weg zur Arbeit ist dann wohl für Fortgeschrittene.

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