Rennstrecken der Superlative

Es sind die modernsten, die aufregendsten, die atemberaubenden Rennstrecken der Welt. Für sie wurden kleine Städte geschaffen und Inseln verändert. Staunen Sie darüber, was für den Rennsport möglich gemacht wird.

Yas Marina Circuit, Abu Dhabi

yas-marina-circuit-baaske

Diese Strecke in der Wüste, die in nur 2,5 Jahren gebaut wurde, setzte neue Maßstäbe und sorgte weltweit für Aufregung. Sie gilt als die modernste Strecke der Welt und strotzt nur so vor Superlativen.

Yas Island ist eine im Nordosten von Abu Dhabi gelegene Insel, auf der es vor 2007 kein Wasser, keine Elektrizität und keine Straßen gab. Auch wenn die Insel nur 20 Minuten von Abu Dhabis Zentrum, 10 vom Internationalen Flughafen und 50 Minuten von Dubai entfernt liegt, war sie vor 11 Jahren ein blinder Fleck auf der Landkarte. Mit der Entscheidung, hier eine Formel 1 Strecke zu errichten, änderte sich ihr Erscheinungsbild völlig. In 35 Millionen Arbeitsstunden erschufen 14.000 Menschen den Yas Marina Circuit (YMC). Dafür wurden 1,6 Millionen m³ Erde bewegt, 720.000 m² Fläche asphaltiert, 225.000 m³ Beton verbaut und 30 Km Kabelschächte gebaut, in denen 25 Km Kabel verlegt wurden. 17 Km Drainage wurden gebaut, die Bewässerungsanlage ist 22 Km lang. Landschaftsgärtner kümmern sich um eine Fläche von 430.000 m², auf denen nicht weniger als 5000 Bäume gepflanzt wurden. Wo vorher Sand war, soweit das Auge reicht, erstreckt sich heute nicht nur eine gigantische Rennstrecke, sondern auch eine Vielzahl an Themenparks, Golfplätzen, Weltklasse-Hotels und Yachthäfen.

Doch auch die Rennstrecke selbst versetzt in Staunen. Sie ist 5.555 M lang und hat die längste Gerade aller Formel1-Strecken. Die erhöhte Haupttribüne mit darunterliegender Auslaufzone fasst 6000 Personen. Neben der Haupttribüne gibt es fünf permanente, überdachte Bühnen und 70 Boxen in zwei Gebäuden.  Die Boxen sind 140 m² groß und vollklimatisiert. Darüber hinaus verfügt die Strecke über einen Dragstrip, eine Rennfahrerschule sowie eine Marina und einen Yachtclub. Wahrhaftig eine Rekordstrecke!

Shanghai International Circuit

shanghai-baaske

Der Kurs in Shanghai sprengt alle bisher da gewesenen Superlative, ist moderner, größer und besser als alle anderen Grand-Prix-Anlagen der Welt. Der Kurs liegt nordöstlich der Stadt  Anting im Jiading District, der zu Shanghai gehört. Sie ist 2,5 km² groß und bietet Platz für 200.000 Zuschauer. Bevor der Bau beginnen konnte, musste das Areal mit über 2 Millionen m³ Erde aufgefüllt werden, die auf 40.000 Betonpfählen und Unmengen an Styropor aufgeschüttet wurden, da das darunterliegende Sumpfmaterial zu instabil war. Zwischenzeitlich gab es Lieferengpässe für neues Styropor, nachdem der chinesische Markt für ein komplettes Jahr weggekauft worden war. Die Dachkonstruktion der Haupttribüne umfasst 5.000 Tonnen Stahl, insgesamt wurden 12.000 für das gesamte Projekt benötigt. Die Rennstrecke wurde innerhalb von 18 Monaten von bis 8.000 Bauarbeitern fertig gefällt. Ihre Form erinnert an den chinesischen Buchstaben Shang, welcher so viel wie „hoch“ bedeutet. Die Strecke ist 5,451 Km lang, auf denen das Rennen über 56 Runden ausgetragen wird. Geprägt ist die Strecke von zwei langen Geraden, deren eine mehr als einen km und die andere rund 600 m lang ist. Die 300-Grad-Schneckenkurve wurde schon im Vorfeld berühmt.

Jedem Rennstall stehen gigantische Boxen und zwei beschauliche Privathäuschen zur Verfügung. In diesen Häusern gibt es Massageräume, Duschanlagen, Aufenthaltsbereiche, eine Küche und eine WC-Anlage. Die Häuser stehen in einer Art kleinen Stadt, die hinter dem Fahrerlager zwischen zahlreichen kleinen Seen errichtet wurde und an ein olympisches Dorf erinnert.

 

 

 

 

Werbeanzeigen